Alexander Kull und Jenny Jendryschick triumphieren beim 5. Köln Triathlon – neuer Teilnehmerrekord – Hendrik Wüst zu Gast beim größten Triathlon Nordrhein-Westfalens
Was für ein Triathlon-Tag in Köln: Rund 4.200 Athletinnen und Athleten, strahlender Sonnenschein, tausende Zuschauer entlang der Strecke und große Emotionen im Ziel am Tanzbrunnen. Die fünfte Auflage des Köln Triathlon wurde zu einem Sportfest mitten in der Stadt – mit Alexander Kull und Jenny Jendryschick als gefeierten Siegern über die Mitteldistanz.
Bei 25 Grad, blauem Himmel und nahezu perfekten Bedingungen erfüllte sich für Alexander Kull vom HSV Weimar ein ganz persönlicher Traum. Nach 3:25:05 Stunden lief der 26-Jährige als Sieger ins Ziel und feierte damit seinen ersten Profisieg.
„Mein konkretes Ziel war das Podium, geträumt habe ich aber von einem Sieg“, sagte Kull nach dem Rennen. „Dass ich hier in Köln meinen ersten Profisieg feiern kann, ist überragend.“
Ein Erfolg, der für ihn eine ganz besondere Bedeutung hat. Nach langwierigen Problemen mit der Achillessehne musste Kull seit Anfang 2024 mehr als ein Jahr auf Wettkämpfe verzichten. „Wenn du so lange deinen Traum nicht leben kannst, zehrt das an einem. Von daher macht mich der Sieg hier noch glücklicher.“
Als Zweiter hinter dem starken Schwimmer und Radfahrer Hannes Butter war Kull auf die Laufstrecke gegangen. Dort spielte er seine Stärke aus, übernahm in der zweiten Runde die Führung und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Hannes Butter vom Team Erdinger Alkoholfrei sicherte sich in 3:25:53 Stunden Rang zwei. „Man ist kurz etwas enttäuscht, wenn man lange Zeit das Rennen angeführt hat. Aber ich wusste, dass Alex stark beim Laufen ist. Insgesamt bin ich zufrieden – das war eine starke Konkurrenz heute.“
Nur 17 Sekunden später komplettierte Paul Weigand vom ESV Gemünden in 3:26:10 Stunden das Podium.
Jenny Jendryschick triumphiert in spannendem Frauenrennen
Auch bei den Frauen entwickelte sich ein packender Kampf um den Sieg. Am Ende durfte Jenny Jendryschick vom TriTeam Hamburg jubeln. In 3:49:29 Stunden setzte sie sich gegen Anastacia Damm Nielsen aus Dänemark (3:50:12) und Carolin Meyer vom Triathlon Jena (3:51:01) durch.
Den Grundstein für ihren Erfolg legte Jendryschick auf dem Rad. Für die 88 Kilometer benötigte sie 2:07:05 Stunden und fuhr mit einem Schnitt von 41,5 km/h die entscheidenden Sekunden auf ihre stärksten Konkurrentinnen heraus.
Wie eng und sportlich fair das Rennen war, zeigte sich unmittelbar hinter der Ziellinie. „Du warst so stark auf dem Rad, Glückwunsch“, gratulierte Damm Nielsen der Siegerin direkt nach dem Zieleinlauf.
Die Zweitplatzierte des Vorjahres, Jana Uderstadt vom Triathlon Team DSW Darmstadt, verpasste in 3:53:01 Stunden als Vierte nur knapp das Podium.
4.200 Aktive machen Köln zur Triathlon-Hauptstadt in NRW
Mit rund 4.200 Athletinnen und Athleten stellte der Köln Triathlon bei seiner fünften Auflage einen neuen Teilnehmerrekord auf. Vom Start unter der Deutzer Brücke über die Radstrecke bis zur Laufstrecke mit dem Kölner Dom als spektakulärer Kulisse und dem Zieleinlauf am Tanzbrunnen präsentierte sich Köln einmal mehr als Bühne für großen Ausdauersport.
Unter den Gästen war auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst, der den Start der Sprint-Distanz unter der Deutzer Brücke besuchte.
„Köln wird zur einzigartigen Bühne für den Ausdauersport. In seiner fünften Auflage erlebt der Köln Triathlon mit rund 4.200 Athletinnen und Athleten einen neuen Teilnehmerrekord. Vom Deutzer Hafen über die Laufstrecke direkt beim Kölner Dom bis zum Tanzbrunnen – der größte Triathlon im Land macht Spitzen- und Breitensport mitten in der Stadt erlebbar. Unser Sportland Nummer 1 bietet spektakuläre Kulissen und mit Köln eine sportbegeisterte Stadt. Das zeigt erneut eindrucksvoll unsere große Erfahrung bei der Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen und ist ein starkes Signal dafür, dass Nordrhein-Westfalen bereit ist für Olympische und Paralympische Spiele KölnRheinRuhr.“
Die Siegerinnen und Sieger der weiteren Distanzen
Olympische Distanz – Männer
Max Menzel (TSV Bayer 04 Leverkusen) – 2:00:09 Stunden
Sebastian Feser (KTT01) – 2:02:15 Stunden
Kenneth Warmuth (KTT01) – 2:02:51 Stunden
Olympische Distanz – Frauen
Johanna Lorenz (MTC München) – 2:23:43 Stunden
Annika Perk (MACH 3) – 2:24:12 Stunden
Johanna Schramm (Reisegruppe Langdistanz) – 2:26:38 Stunden
Sprint-Distanz – Männer
Tjelle Fengler (Trijunion/Trimagos Magdeburg) – 1:07:56 Stunden
Thilo Knipping (Bunert – Der Kölner Laufladen) – 1:08:23 Stunden
Maximilian Jockers (NTT Data Business Solutions) – 1:09:54 Stunden
Sprint-Distanz – Frauen
Anna Brehler (MACH 3) – 1:11:11 Stunden
Vera Benkwitz (KTT01) – 1:15:03 Stunden
Melissa Rubio (Kolumbien) – 1:17:47 Stunden
Mit rund 4.200 Athletinnen und Athleten verzeichnete der Köln Triathlon bei seiner fünften Auflage einen neuen Teilnehmerrekord. Damit setzte die Veranstaltung ihre positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort und unterstrich ihre Position als größter Triathlon Nordrhein-Westfalens.